Chondroprotektiva

Unter Chondroprotektiva versteht man Substanzen, die den Abbau von Gelenkknorpel verhindern, vorhandenen Knorpel stabilisieren oder sogar zum Wiederaufbau von bereits geschädigtem Knorpel beitragen sollen.

Chondroprotektiva enthalten Stoffe, die im normalen Gelenkknorpel vorhanden sind oder gebraucht werden, um normalen Knorpel aufrecht zu erhalten.

Die bekanntesten Vertreter sind Glucosaminsulfat und Chondroitinsulfat als Bausteine des gesunden Knorpels, aber auch Hyaluronan, das ein wichtiger Bestandteil der normalen Gelenkflüssigkeit ist. Chondroprotektiva wirken einerseits symptomatisch, d.h. schmerzlindernd, andererseits sollen sie auch auf die Wiederherstellung von geschädigtem Knorpel einen guten Einfluss haben. Eine an der Rheumaklinik Zürich durchgeführte und kürzlich beendete Studie zur Therapie der Kniearthrose hat gezeigt, dass Chondroitinsulfat (Condrosulf) das Fortschreiten der Arthrose verhindern kann.

Den Chondroprotektiva gemeinsam ist, dass es oft längere Zeit braucht (Wochen bis Monate) bis die Wirkung einsetzt, diese jedoch auch dann noch weiter anhält, wenn das Medikament bereits wieder abgesetzt wurde.

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