Im Jahr 2001 wurde die Internationale Klassifikation für Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit ICF von der World Health Assembly verabschiedet.
Die ICF ist als Ergänzung zur ICD (Internationale Klassifikation der Erkrankungen/Diagnosen) zu sehen. Erstmals steht damit ein allgemein akzeptiertes Rahmenkonzept zur Beschreibung der funktionalen Gesundheit zur Verfügung.
Die Beeinträchtigungen (und Potenziale) eines Patienten werden in der ICF über die vier Dimensionen «Funktionen und Strukturen des Körpers», «Aktivitäten», «Teilhabe» und «Umwelt» abgebildet (siehe Abbildung). Dadurch wird die Integration der biologischen, psychologischen, sozialen und individuellen Sichtweise einer erkrankten Person ermöglicht.
Es ist davon auszugehen, dass die ICF in zunehmendem Masse an Bedeutung gewinnt und in die klinische Praxis, aber vor allem in die Rehabilitation Einzug halten wird. Die Rehabilitation wird als multi- und interdisziplinäres Management der funktionalen Gesundheit einer Person definiert.
Die Erfassung der funktionalen Gesundheit, wie dies die ICF bewerkstelligt, ist die Basis der rehabilitativen Diagnostik, Versorgung, Intervention und Evaluation der Ergebnisse.
