Viele Menschen in der Schweiz bewegen sich zu wenig.
Rund ein Drittel ist inaktiv bzw. ungenügend aktiv. Die Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 1997 zeigen, dass die Inaktivität zunimmt.
Die Zunahme der Inaktivität ist besonders ausgeprägt bei den Älteren, den Frauen, bei Personen mit tiefer Bildung und tiefem Einkommen sowie bei den Menschen aus der Westschweiz und im Tessin.
Gemäss dem WHO-Weltgesundheitsbericht für 1997 ist Bewegungsmangel in vielen industrialisierten Ländern der häufigste modifizierbare Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten; in diesen Ländern sind solche Krankheiten nach wie vor die häufigste Todesursache.
Inaktive fühlen sich körperlich wie psychisch weniger gesund, müssen mehr zum Arzt, weilen häufiger im Spital und haben mehr Arbeitsausfälle.
Regelmässige körperliche Aktivität hat bei vielen Krankheiten und Beschwerden einen beträchtlichen Schutzeffekt. Dies insbesonders bei: Rückenbeschwerden, Herzkreislauferkrankkungen, Osteoporose, Diabetes, Bluthochdruck sowie einigen Krebserkrankungen (insbesondere Dickdarmkrebs).
Daneben hellen Bewegung und Sport die Stimmung auf und wirken antidepressiv. Dies wirkt sich auch auf das Selbstwertgefühl und die Stresstoleranz positiv aus.
Körperlich aktive Menschen leben länger und sind im Alter weniger pflegebedürftig.
Wer sich regelmässig bewegt, verhält sich auch in anderen Bereichen gesundheitsbewusster (weniger Rauchen, weniger Übergewicht, bewusstere Ernährung).
Regelmässige körperliche Aktivität verhütet in der Schweiz jedes Jahr mindestens 3300 Todesfälle, 2,3 Millionen Erkrankungen und direkte Behandlungskosten von 2,7 Millionen Franken.
Es ist nie zu spät!
Jeder Schritt weg von der Inaktivität ist wichtig und nutzt der Gesundheit. Auch ältere Personen können viel für ihre Gesundheit, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit tun, wenn sie regelmässig körperliche Aktivität in ihren Tagesablauf einbauen.
Umgekehrt hat Bewegung und Sport (leider) kaum eine gesundheitliche Depotwirkung. Wer mit 30 Jahren Ausdauersportler war, hat mit 50 nichts mehr davon, falls er in der Zwischenzeit inaktiv geworden ist.
Grundsatzdokument Gesundheitswirksame Bewegung (deutsch)