Neue Studien

Sonografische Aktivitätsbeurteilung der RA über 1 Jahr

Berner Hammer H et al. A 78-joints ultrasonographic assessment is associated with clinical assessments and is highly responsive to improvement in a longitudinal study of patients with rheumatoid arthritis starting adalimumab treatment. Ann Rheum Dis 2010; 69: 1349-1351 (doi: 10.1136/ard.2009.126995):

Studienziel
Evaluation der Übereinstimmung zwischen sonografischer Beurteilung von Gelenken bei RA im Vergleich zu Standardparametern.

Methodik
20 Patienten wurden während einer Behandlung mit Adalimumab und Methotrexat untersucht zum Zeitpunkt 0, nach 1, 3, 6 und 12 Monaten. Als Grundlage diente ein semi-quantitativer Score für die Untersuchung an 78 Gelenken sowie klinische und Laborvariablen.

Resultate
Die Ultraschallscores waren eng assoziiert mit klinischen und Laborvariablen über 12 Monate follow-up. Die Sensitivität des Ultraschalls war der klinischen Beurteilung bezüglich Aktivität der Gelenke überlegen.

Schlussfolgerung
Eine umfassende Ultraschalluntersuchung zur Erfassung der Aktivität in den Gelenken bei Patienten mit RA ist eng assoziiert mit der klinischen und Laborkonstellation. Ferner zeigte der Ultraschalscore eine hohe Sensitivität bezüglich Änderung der Aktivität.

Bemerkungen
Dies ist die erste Untersuchung, welche umfassend eine hohe Zahl von Gelenken bei RA-Patienten untersucht, und dies über 1 Jahr. Der Ultraschall zeigte sich gegenüber der klinischen Untersuchung überlegen (höhere Zahl von Gelenken waren aktiv als bei klinischer Untersuchung). Inwieweit es sich in Zukunft lohnen wird, eine solche Ultraschalluntersuchung durchzuführen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Autoren brauchten 70 Minuten, um einen totalen Gelenksscore zu erstellen. Es wird wichtig sein, die Schlüsselgelenke zu identifizieren, um mit einer beschränkten Anzahl Gelenke auszukommen und damit die Konsultationszeit zu verringern. Gleichzeitig wäre es wünschenswert, wenn neben der Aktivität auch die Destruktion miterfasst werden könnte. Idealerweise wäre ein Score für beide. Dies würde den Wert des Ultraschalls erheblich verbessern und könnte als Routine von einer Hilfsperson durchgeführt werden. Falls dies in einem qualitativen und zeitlichen Rahmen sich als günstig erweisen würde, würden klinische Untersuchung und auch möglicherweise Laborbestimmung auf ein Minimum reduziert werden können.

B. A. Michel, Zürich

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