Continued inhibition of structural damage over 2 years in patients with rheumatoid ar-thritis treated with rituximab in combination with methotrexate
Stanley B Cohen et al. Ann Rheum Dis;May 3, 2010; doi:10.1136/ard.2009.119222:
Hintergrund
Unter Therapie mit Rituximab konnte bereits über ein Jahr eine Verminderung des radiologi-schen Schadens bei Patienten mit persistierender Aktivität trotz TNF-Blockern dokumentiert werden. Diese Studie untersuchte die Resultate nach 2 Jahren.
Methodik
Post-hoc-Analyse einer Extension der ursprünglichen intention-to-treat Studie (REFLEX), wel-che Rituximab + MTX mit Placebo + MTX verglich.
Resultate
Nach 104 Wochen (2 Jahre) hatten insgesamt 165 von 281 Patienten (59%) in der ursprüngli-chen Rituximab-Gruppe 2 oder mehr Zyklen mit RTX. 154 der ursprünglich 187 Patienten in der Placebo-Gruppe hatten im Verlauf mindestens eine Dosis von RTX (82%). Nur 33 Patienten der Placebo-Gruppe (18%) erhielten nie RTX.
Die radiologische Progression war in der Patienten-Gruppe des ursprünglichen Rituximab-Armes (n=281) gegenüber signifikant geringer als in der ursprünglichen Placebo-Gruppe (n=187). Dies galt sowohl für den totalen Sharp-Score, den Erosions-Score wie auch den Ge-lenksspalt-Score. Innerhalb der Gruppe mit RTX hatten 87% keine Progression nach einem Jahr, alle dieser Patienten zeigten keine weitere Progression auch nach 2 Jahren.
Schlussfolgerung
Die Kombination mit RTX und MTX zeigt auch über 2 Jahre einen nachhaltigen Effekt betreffend Verminderung der radiologisch sichtbaren strukturellen Progression bei Patienten mit RA, wel-che vorgängig eine ungenügende Antwort auf TNF-Blocker zeigten.
Bemerkungen
Die vorliegende Studie zeigt, dass das Biologikum Rituximab die strukturelle Schädigung der Gelenke auch über 2 Jahre signifikant zu verhindern mag. Der Effekt, wie er nach einem Jahr gezeigt werden konnte, hält laut dieser Studie auch nach 2 Jahren an.
Der Vergleich mit den Patienten der ursprünglichen Placebo-Gruppe, welche schlussendlich mindestens einen Zyklus von Rituximab erhielten (immerhin 82%), legt nahe, dass das eigentli-che zu erwartende Resultat noch viel besser wäre. Die nach Zeitsequenzen vorgenommene zu-sätzliche Analyse zeigte, dass nach Gabe von Rituximab in der „Placebo-Gruppe“ eine Verminde-rung der radiologischen Progredienz auftrat. Dies unterstützt das Gesamtergebnis in dem Sinne, dass Rituximab eine Substanz darstellt, welche ähnlich wie TNF-Blocker die radiologische Pro-gredienz deutlich zu vermindern vermag.
Beat A. Michel, Zürich