Antirheumatic drugs in pregnancy and lactation
Temprano KK, Bandlamudi R, Moore TL, Semin Arthritis Rheum; 35:112-121
Hintergrund: Übersicht über die Toxizität häufig verwendeter Rheumamedikamente während Schwangerschaft und Laktation.
Methodik: Analyse der bestehenden Literatur.
Resultate: Während Schwangerschaft möglich: Glukokortikoide, Hydroxychloroquin und Sulfasalazin; nichtsteroidale Antirheumatika sollten 6 Wochen vor Geburt gestoppt werden.
Kontraindiziert während Schwangerschaft und Laktation sind Methotrexat und Leflunomid sowie Cyclophosphamid und Mycophenolat. Aziathioprin und Cyclosporin sollten nur bei dringendem Bedarf während der Schwangerschaft eingesetzt werden. Bezüglich TNF-Blocker, Anakinra wir auch Rituximab ist die Datenlage ungenügend zur sicheren Beurteilung.
Bei Männern besteht ein ungünstiger Effekt bezüglich Fertilität bei Einnahme von Methotrexat, Leflunomid, Sulfasalazin und Cyclophosphamid.
Fazit: Auch während der Schwangerschaft ist eine Behandlung der meisten systemischen rheumatischen Erkrankungen möglich. Die genaue Kenntnis der einzelnen Substanzen erleichtert die Beratung der Patientinnen.
Bei geplanter Schwangerschaft und stabiler Entzündungsaktivität ist eine entsprechende Anpassung der Medikation sinnvoll.
B. A. Michel