Neue Studien

TNF-Blocker gegen SAPHO-Syndrom

In SAPHO syndrome anti-TNF-α therapy may induce persistent amelioration of osteoarticular complaints, but may exacerbate cutaneous manifestations Massara A, Cavazzini PL, Trotta F, Rheumatol; 2006.

Hintergrund: Die Behandlung des SAPHO-Syndroms (Synovitis, Akne, Pustulose, Hyperostose und Osteitis) ist selten auf der ganzen Linie erfolgreich. Vereinzelte Fälle wurden mit TNF-Blockern behandelt, in der Regel mit gutem Erfolg. Die jetzige Studie veröffentlicht die Resultate von vier Patienten mit SAPHO-Syndrom, welche alle mit Infliximab behandelt wurden.

Methodik: Infliximab wurde in einer Dosierung von 5 mg pro kg eingesetzt mit Infusionen zum Zeitpunkt 0, 2 und 6 Wochen, gefolgt von einer sechswöchentlichen Infusion. Zu Beginn der Infusionstherapie bestanden keine kutanen Manifestationen.

Resultate: Bei allen vier Patienten wurde eine vollständige Rückbildung der osteoartikulären Manifestationen bereits nach 2 - 3 Infusionen erzielt. Unter Behandlung bis 12 Monate blieb das Resultat bestehen. Infektionsbedingt wurde bei einem Patienten Infliximab abgesetzt, worauf sich ein Rezidiv einstellte. Eine palmoplantare Pustulose trat bei 2 Patienten nach 3 bzw. 6 Infusionen auf, was sich leicht besserte nach Absetzen der TNF-Blocker.

Schlussfolgerung: Infliximab scheint eine sehr wirksame Therapie in der Behandlung des SAPHO-Syndroms zu sein. Die palmoplantare Pustulose könnte eine mögliche Nebenwirkung darstellen.

Fazit: Bei Therapieresistenz sind TNF-Blocker zur Behandlung des SAPHO-Syndroms zu erwägen. Diese scheinen sowohl die Manifestationen im Knochen wie in den Gelenken günstig zu beeinflussen. Wie bei anderen Spondylarthropathien stellen die TNF-Blocker eine wertvolle Alternative in der Behandlung dar. Ob das Auftreten einer palmoplantaren Pustulose als Komplikation der Behandlung zu werten ist oder nicht, muss offen blieben. Die Fallzahl der Beschreibungen ist noch zu niedrig. Ein Quervergleich mit Auftreten ähnlicher Hauterscheinungen (psoriasiforme Ekzeme) bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis unter TNF-Blockern machen einen solchen Zusammenhang allerdings nicht unwahrscheinlich.

B. A. Michel

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