Neue Studien

Bei TNF-Blocker Resistenz bringt Rituximab eine deutliche Verbesserung für Patienten mit RA

Improvement in Patient-Reported Outcomes in a Rituximab Trial in Patients with Severe Rheumatoid Arthritis Refractory to Anti-Tumor Necrosis Factor Therapy

Keystone E, Burmester GR, Furie R, Loveless JE, Emery P, Kremer J, Tak PP, Broder MS, Yu E, Cravets M, Magrini F, Jost F. Arthritis Rheum 2008, 59: 785-793 (DOI: 10.1002/art.23715).

Hintergrund: TNF-Blocker wirken nicht bei allen Patienten mit RA, ebenso können Nebenwirkungen auftreten, welche eine Weiterbehandlung verunmöglichen. In dieser Situation erscheint Rituximab eine Alternative zu sein. Das Ziel der Untersuchung war die Analyse von patientenorientierten Ergebnis-Parametern unter Therapie mit Rituximab, nachdem TNF-Blocker ungenügend wirkten.

Methodik: Randomisierte Plazebo kontrollierte Studie mit Rituximab (1000 mg am Tag 1 und Tag 15) versus Plazebo bei Methotrexat behandelten Patienten mit TNF-Blocker Resistenz. Evaluiert wurden in einer intent-to-treat Analyse Schmerzen, Müdigkeit, funktionelle Einschränkung, Lebensqualität sowie Krankheitsaktivität zwischen den beiden Gruppen nach 24 Wochen Behandlung.

Resultate: Rituximab führte gegenüber Plazebo zu höherer Schmerzreduktion, aber ebenso auch in den Kategorien Müdigkeit, physikalische und mentale Komponente des SF-36; alle diese Unterschiede waren signifikant. Für alle Kategorien fanden sich die ersten signifikanten Unterschiede nach 8 Wochen Therapie unter Rituximab (plus MTX) gegenüber alleinigem MTX.

Schlussfolgerung: Rituximab führt, kombiniert mit Methotrexat, nach 8 Wochen bei RA-Patienten nach TNF-Blocker-Resistenz zu einer bedeutenden Besserung der patientenorientierten Ergebnisse.

Bemerkung: In der REFLEX-Studie konnte bei ungenügendem Ansprechen auf einen ersten oder zweiten TNF-Blocker unter Rituximab in Kombination mit MTX eine beträchtliche und signifikante Reduktion der Krankheitsaktivität sowie auch der radiographisch erkennbaren Destruktion nachgewiesen werden (Cohen et al. Arthritis Rheum 2006; 54: 2793-2806). Die zusätzliche Analyse in dieser Studie zeigt nun, dass die Patienten direkt in verschiedenster Hinsicht profitieren. Die erheblichen Verbesserungen in den SF-36 Kategorien für physikalische und mentale Beeinträchtigungen sind in Ihrem Ausmass gemäss den Autoren vergleichbar mit jenen nach Herzklappenersatz. Diese Studie bestätigt nun nochmals, dass nach Versagen einer TNF-Blocker-Therapie mit Rituximab (in Kombination mit Methotrexat) eine ausgezeichnete Option zur Verfügung steht, den betreffenden RA-Patienten weiterzuhelfen.

Beat A. Michel

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