Successful treatment with intraarticular infliximab for resistant knee monarthritis in a patient with spondylarthropathy
Conti F et al, Arthritis Rheum 2005; 52 (4); 1224-6
Vereinzelte Berichte über einen positiven Effekt von intraartikulärem Infliximab bei RA wurden veröffentlicht. Die Autoren schildern einen Patienten mit resistenter Kniearthritis bei Grunddiagnose einer undifferenzierten Spondylarthropathie, bei welchem Infliximab intraartikulär mit Erfolg verabreicht wurde.
Fall: 34-jähriger, HLA-B27-positiver Patient mit undifferenzierter Spondarthropathie (Kniearthritis links, Gesässschmerzen, entzündliche Wirbelsäulenschmerzen, Uveitis). Bisherige Behandlung mit Steroiden und Sulfasalazin, trotzdem Persistenz der Kniearthritis. Zugabe von Methotrexat 15 mg wöchentlich nebst dem bisherigen Sulfasalazin 4 g täglich änderte nichts an der linksseitigen Kniearthritis. Diese persistierte sogar nach intraartikulärer Applikation von Metylprednisolonacetat.
Untersuchung: Szintigraphie mit 99mTc-Infliximab erbrachte den Beweis eines hohen Gehaltes an TNF-α im linken Knie. Nach Durchführung eines Tuberkulin-Testes (negativ) und eines Thorax-Röntgenbildes (unauffällig) wurden 100 mg Infliximab, gemischt mit 10 ml sterilem Wasser, intraartikulär appliziert nach Punktion von 80 ml synovialer Flüssigkeit.
Verlaufsbeobachtung: Keine Nebenwirkungen, ausgezeichneter Effekt: Bis 12 Monate nach Applikation blieb das Knie beschwerdefrei und ohne Hinweise auf Erguss. Auch BSR und CRP normalisierten sich. Eine nochmalige Szintigraphie mit 99mTc-Infliximab zeigte keine Anreicherung.
Fazit: Bei resistenter Monarthritis könnte Infliximab eine Alternative der bisherigen Therapie darstellen (insbesondere zur Synoviorthese bzw. wiederholten Steroidapplikation). Zu beachten ist, dass dies nur ein Bericht über einen einzigen Fall ist, die Kosten für die einmalige Injektion etwas über Sfr. 1000.- liegen und die Langzeitresultate noch unklar sind.
B. A. Michel