Neue Studien

Rituximab bei refraktärer Polymyositis?

Efficacy of Rituximab in Refractory Polymyositis
Lambotte, et al. J Rheumatol 2005; 32:7.

Hintergrund: Die Polymyositis wird mit Kortikosteroiden, im Langzeitverlauf oft mit Methotrexat oder Azathioprin behandelt. Immer wieder gibt es Patienten, welche nicht auf diese Standardtherapie ansprechen. Hier deshalb ein interessanter Fallbericht.

Fallverlauf: Eine 47-jährige Frau mit Polymyositis und Lungenbeteiligung wurde zu Beginn mit Prednison behandelt. Damit deutliche Erholung sowohl der Muskeln wie auch der Lungen, dies jedoch nur mit einer Prednisondosis über 20 mg pro Tag. Methotrexat brachte keine Verbesserung, Azathioprin wurde nicht ertragen. Immunglobuline i.v. brachten zuerst eine Besserung, nach etwa 2 Jahren blieb die Patientin auch auf diese Therapie resistent. Die Steroiddosis musste über längere Zeit auf 30 mg pro Tag erhöht werden mit den Konsequenzen einer Osteoporose und Gewichtszunahme. Schlussendlich wurde sie ausser Haus gehunfähig. Die CPK war zu diesem Zeitpunkt immer noch stärker erhöht (1’360 E/l). Nach Verabreichung von Rituximab (4 Infusionen über 2 Wochen je dosiert mit 375 mg/m2) brachte nach 4 Monaten einen ausgezeichneten Effekt (Kraftzunahme, Normalisierung der CPK, unauffällige Lungenfunktion). Ihren ursprünglichen Beruf als Krankenschwester konnte sie nach einem Jahr wieder aufnehmen.

Konklusion: Auch bei Therapieresistenz unter MTX und Azathioprin sowie schlussendlich auch i.v. IG scheint es Optionen zu geben. Eine umfassendere Studie des Einsatzes von Rituximab bei Polymyositis erscheint gerechtfertigt.

B. A. Michel

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