Bei den Vaskulitiden handelt es sich um Erkrankungen die durch eine Entzündung der Blutgefässe charakterisiert sind. Bei den «Systemischen» Vaskulitiden sind mehrere innere Organe von der Gefässentzündung betroffen, oft besteht Fieber und auch im Blut finden sich Entzündungszeichen (z.B. erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit). Es gibt aber auch auf ein Organ, meist auf die Haut beschränkte Vaskulitiden.
Die Systemischen Vaskulitiden können nach verschiedenen Prinzipien unterteilt werden:
Beispiele für primäre Vaskulitiden sind:
Arteriitis temporalis, Arteriitis Takayasu, Panarteriitis nodosa, Wegener’sche Granulomatose, Churg Strauss-Syndrom.
Die Diagnosestellung einer Vaskulitis erfordert viel Erfahrung und ein hohes Mass an Aufmerksamkeit, weil die Symptome besonders im Anfangsstadium oft sehr uncharakteristisch sind (z.B.unklares Fieber, unklare Muskelschmerzen) und es keinen Bluttest gibt, der die Vaskulitis beweist. Bei gewissen Vaskulitiden helfen die positiven Autoantikörper. Häufig gelingt die Diagnose aber erst in einer Gewebeprobe, wenn dort die Gefässentzündung nachgewiesen werden kann.
Die Therapie der Vaskulitiden ist eine medikamentöse. Praktisch immer werden bei Systemischen Vaskulitiden als Sofortmassnahme Cortisonabkömmlinge eingesetzt. Häufig, aber nicht immer, werden zusätzlich Basistherapeutika (z.B. Azathioprin, Cyclophosphamid, Methotrexat) eingesetzt.