Spondarthropathien

Die Spondylarthropathien umfassen eine Gruppe entzündlich-rheumatischer, meist chronisch (langjährig) verlaufender Erkrankungen des Bewegungsapparates, die sich in bestimmten Beschwerden und Befunden sehr ähnlich sind.

Gemeinsame Merkmale sind:

  • Entzündlicher Befall der Wirbelsäule mit insbesondere Beteiligung des Darm-Kreuzbeingelenkes (Iliosakralgelenk)
  • Entzündliche Veränderungen an Ansatzstellen von Sehnen und Bändern (Enthesiopathien, Enthesitiden)
  • Gelenkentzündungen mit asymmetrischer Verteilung (=ungleichmässig bezogen auf die Körperseite). Meist sind nur 2 bis 4 Gelenke betroffen.
  • Augenentzündungen (betroffen sind Regenbogenhaut oder Bindehaut), Haut- und Schleimhautveränderungen (Mund und Genitalschleimhaut), seltener ist eine Beteiligung Innerer Organe, wie der Lunge, des Herzen, und der grossen Gefässe.
  • Häufiges Vorkommen von HLA-B27 (Erbmerkmal); familiäre Häufung dieser Erkrankungen.
  • Rheumafaktoren und andere Autoantikörper sind im Allgemeinen nicht nachweisbar (Labortest)

Die obengenannten Charakteristika sind bei den jeweiligen Erkrankungen unterschiedlich ausgeprägt. So steht zum Beispiel bei der Spondylitis ankylosans die Beteiligung der Wirbelsäule, hingegen bei der reaktiven Arthritis die Gelenksentzündung im Vordergrund.

Zu den Spondylarthropathien zählen wir

  • Spondylitis ankylosans (auch Morbus Bechterew genannt)
  • Spondarthropathien bei Darmerkrankungen (bei Morbus Crohn, bei Colitis ulcerosa)
  • Psoriasisarthropathie (bei Schuppenflechte)
  • Reaktive Arthritis (Sonderform Reiter-Syndrom)
  • SAPHO-Syndrom
  • Undifferenzierte Spondarthropathien
    Unter den undifferenzierten Spondylarthropathien wird eine Gruppe von Erkrankungen zusammengefasst, welche zwar charakteristische Zeichen der Spondylarthropathien zeigen, jedoch noch nicht einer vorher beschriebenen Subgruppe zugeordnet werden können.

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