Die Schweizer Pharmaindustrie ist geprägt von den zwei grossen Konzernen Novartis und Roche, deren Hauptsitze sich in Basel befinden. Beide Firmen konnten ihre Stellung unter den 10 grössten Pharmafirmen der Welt halten. Im Bereich der Biotechnologie ist die in der Westschweiz ansässige Serono zu erwähnen, welche europäisch die Nummer eins und weltweit die Nummer drei ist.
Total sind in der Schweiz 252 Firmen im Pharmabereich tätig, wovon drei Firmen mehr als 1000 Mitarbeiter haben.
Von den ungefähr 30’000 Angestellten in der Pharmabranche sind etwa 90% in der Region Basel angestellt. In den letzten Jahren wurden 7’000 neue Pharmaarbeitsplätze geschaffen.
Die Pharmaindustrie weist in der Schweiz die mit Abstand höchste Produktivität pro Arbeitsplatz auf. Im Vergleich zu den durchschnittlich CHF 50.- pro Arbeitsstunde sind es im Pharmabereich CHF 210.-.
Im schweizerischen Medikamentenmarkt ist der inländische Anteil unter 30%, das heisst weit mehr als zwei Drittel der Medikamente werden importiert.
Ein äusserst wichtiger Bereich der Pharmaindustrie ist die Forschung in neue Medikamente. 2002 gaben die grossen Pharmafirmen in der Schweiz 7.5 Mrd. CHF für die Forschung aus. Dies sind ungefähr 18% ihres gesamten Umsatzes.
Auch im Export nimmt die Pharmaindustrie einen wichtigen Platz ein. 2002 wurden für über 30 Mrd. Pharmaprodukte exportiert. Dem gegenüber wurden Pharmaprodukte im Wert von 15.4 Mrd. CHF importiert, was in dieser Branche einen eindrücklichen positiven Handelsbilanz-Saldo aufzeigt. Der Export macht über 22% am gesamten schweizerischen Export aus, während die Importe immerhin 12% sämtlicher Importe ausmachen. Somit hat die Pharmabranche eine sehr grosse volkswirtschaftliche Bedeutung.
Die Schweizer Forschung nimmt im weltweiten Vergleich in mehreren Fachgebieten eine absolute Spitzenstellung ein. In der Biologie/Biochemie, Immunologie, Mikrobiologie und Materialwissenschaften belegt die Schweiz international den ersten Platz (2002 - Quelle: Zentrum für Wissenschafts- und Technologiestudien CEST).