Medizinaltechnik (-Firmen)

Medizinaltechnik

Die Medizintechnik (oder Medizinaltechnik) umfasst Instrumente, Apparate und Systeme für Prävention, Diagnostik, Therapie, Pflege und Rehabilitation. Schwerpunktbereiche sind

  • Chirurgische Instrumente und Verfahren
  • Drug delivery systems
  • Gewebe-Engineering
  • Implantate und Prothesen
  • Medical imaging
  • Medizinisches Verbrauchsmaterial
  • Mikrosysteme für die biochemische Diagnose
  • Mikrosysteme für die Medikamentenverabreichung
  • OP-Technik
  • Organersatz, künstliche und biologische Organe
  • Physikalische Diagnostik
  • Physikalische Therapie
  • Zahntechnische Instrumente und Hilfsmittel sowie Zahnersatz

Das Datenmaterial im Gebiet Medizinaltechnik ist höchst unbefriedigend. Gemäss Erfahrungswerten aus dem deutschsprachigen Raum wird etwa 25% des gesamten Investitionsbedarfes (inkl. Gebäuden) eines Spitals mit Spitzenversorgung für die Medizintechnik eingesetzt.

Sämtliche Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen sind im Wettbewerb gezwungen, in die Medizintechnik zu investieren. Dies führt dazu, dass teilweise ein Überversorgung an teuren Geräten der Medizintechnik fest zu stellen ist. Die Politik versucht seit längerem mit Bedarfsschätzungen, Planung und Koordination den «medizintechnischen Rüstungswettlauf» in vernünftige Bahnen zu lenken. Der geringe Erfolg hat verschiedene Ursachen: mangelnde Rechtsgrundlagen, Wirtschaftsfreiheit (BV Art. 27), Föderalismus, Regionalismus, Widerstand der Industrie und von Medizinern, Prestigedenken, Patientenansprüche, finanzielle Gründe und Anreize sowie (zu) hohe Tarife.

Medizintechnische Industrie

Gemäss einer Untersuchung (Zinkl / Schnetzer) sind in der Schweiz über 500 Unternehmen in der Medizintechnik im engeren Sinn tätig. Sie forschen, entwickeln und produzieren und vertreiben die Geräte ab dem Standort Schweiz. Etwa die Hälfte dieser Unternehmen sind ausschliesslich in der Medizinaltechnik tätig, während die anderen noch weitere Tätigkeitsbereiche haben. Weitere gut 200 Unternehmen sind Handels- und Servicefirmen, die importierte Geräte vertreiben und betreuen. Je nach Quelle beschätigen diese Firmen 10’000 - 40’000 Mitarbeiter.

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