Heilpraktiker sind ein Teil des ganzen komplementärmedizinischen Angebotes. Sie sind meist nichtärztliche Personen. Immer häufiger bilden sich aber auch Schulmediziner komplementär weiter.
Heilpraktiker und Heilpraktikerinnen befassen sich mit der Erkennung (Diagnostik) und Heilung (Therapie) von Krankheiten.
Für Heilpraktiker sind Krankheiten vor allem Störungen des seelischen und körperlichen Gesamtsystems. Die Heilung soll durch die Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte erreicht werden.
Dabei wenden sie Therapieverfahren an, die grundsätzlich aus der Natur- und Volksheilkunde übernommen sind, zum Beispiel Akupunktur (chinesische Heilmethode durch Einsetzen von Metallnadeln), Chiropraktik, die Iris-Diagnose (Feststellen von Krankheiten auf Grund von Veränderungen der Farb- und Strukturmuster der Regenbogenhaut des Auges) und Homöopathie (Heilbehandlung mit hoch verdünnten Arzneimitteln).
In der Regel arbeiten Heilpraktiker in selbstständiger Tätigkeit im Gesundheitswesen in eigenen Praxisräumen, bei Hausbesuchen gegebenenfalls auch in Räumlichkeiten von Patienten.