Meistens ist die Hyperostose stumm und führt nicht zu Beschwerden. Die Entdeckung der überschiessenden Knochenbildung ist meist rein zufällig. Dabei wird sie auf einem, aus anderem Anlass durchgeführten Röntgenbild entdeckt.
Die spangenförmige Brückenbildung der Verknöcherung zwischen den Wirbelkörpern führt zu einer Versteifung der Wirbelsäule. Diese Versteifung betrifft vor allem die Brust- und Lendenwirbelsäule.
Schmerzen entstehen meist durch die versteifende Wirkung der Knochenbildung (Bewegungshinderung). Wenn die Wirbelsäule nicht mehr richtig bewegt wird, verkürzen sich die zugehörigen Weichteile. Dies betrifft insbesondere die Muskulatur. Dadurch kommt es zu Muskelhartspann und Schmerzen.
Seltener tritt die überschiessende Knochenbildung im Wirbelsäulenkanal selbst auf. Dabei kann es zu Einengung kommen, was bei gewissen Körperpositionen auf die Nerven drücken kann. Dies äussert sich durch Schmerzen und Schwächegefühl in den Beinen beim Gehen und Stehen. Auch Ausfallerscheinungen durch Kompression der Nerven können entstehen.
Stoffwechselstörungen sind mit dieser überschiessenden Knochenbildung vielfach verbunden. Diese betreffen den Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), eine Fettstoffwechselstörung (Hyperlipidämie) sowie eine erhöhte Harnsäure. Dementsprechend sind Übergewicht, Herz-Gefäss-Verkalkung und arterieller hoher Blutdruck bei Patienten mit diffuser Hyperostose häufig.
Die Halswirbelsäule wird weniger häufig befallen. Bei sehr stark ausgebildeter Hyperostose können die Verknöcherungen nach vorne auf Luft- und Speiseröhre drücken. Dementsprechend können Atem- und Schluckbeschwerden auftreten.